Wir bearbeiten klassische Festplatten, SSDs, USB-Sticks, Speicherkarten, NAS-Systeme und Smartphones. Entscheidend ist nicht nur der Datenträgertyp, sondern das konkrete Fehlerbild: Ein logischer Löschfehler wird anders behandelt als ein Controllerdefekt, ein Headcrash oder ein verschlüsseltes Gerät. Vor der eigentlichen Rettung wird deshalb zuerst geklärt, welche technische Ausgangslage vorliegt. Für deutsche Kunden organisieren wir auf Wunsch den Transport zum Labor.
Eine seriöse Erfolgsquote lässt sich ohne Untersuchung des konkreten Mediums nicht angeben. Ausschlaggebend sind unter anderem Schadensart, bereits erfolgte Eigenversuche, Überschreibungen und bei SSDs oder Smartphones auch Verschlüsselung sowie Flash-Verwaltung. Nach der Analyse können wir deutlich besser einschätzen, was technisch noch erreichbar ist.
Die Kosten richten sich nach dem technischen Aufwand und nicht allein nach der Größe des Datenträgers. Sie wählen zunächst die passende Analyseoption; deren Kosten sind vorab bekannt. Nach der Analyse erhalten Sie ein Angebot für die eigentliche Datenrettung und können entscheiden, ob der Rettungsversuch durchgeführt werden soll.
Die Dauer hängt stark vom Fehlerbild ab. Ein logisch beschädigter Datenträger kann deutlich schneller bearbeitet werden als eine Festplatte mit instabilen Oberflächen oder ein komplex verschlüsseltes Gerät. Für zeitkritische Fälle steht eine priorisierte Express-Bearbeitung zur Verfügung, physikalische Grenzen eines beschädigten Mediums lassen sich dadurch jedoch nicht aufheben.
Ja, bei vielen SSD-Fehlerbildern ist eine Datenrettung möglich. Controllerdefekte, Firmwareprobleme, elektrische Schäden und beschädigte NAND-Strukturen erfordern jedoch andere Verfahren als bei einer klassischen Festplatte. Bei gelöschten Daten kann TRIM dazu führen, dass freigegebene Speicherbereiche vom Controller bereits nicht mehr zur Verfügung gestellt werden.
Schalten Sie die Festplatte aus und führen Sie keine weiteren Startversuche durch. Klickende oder schleifende Geräusche können auf Probleme mit Schreib-/Leseköpfen, Oberflächen oder der Mechanik hinweisen. Wiederholtes Einschalten kann aus einem begrenzten Schaden einen deutlich schwierigeren Rettungsfall machen.
Die No-Risk-Garantie bezieht sich auf die im Angebot vereinbarten Rettungskosten. Können im Rettungsversuch keine verwertbaren Daten wiederhergestellt werden, werden diese Rettungskosten nicht berechnet. Eine separat beauftragte Analyse bleibt davon unberührt, weil sie eine eigenständige technische Leistung ist.
Bei klassischen Festplatten können gelöschte Daten oft noch vorhanden sein, solange die betreffenden Bereiche nicht überschrieben wurden. Bei SSDs ist die Situation durch TRIM und interne Flash-Verwaltung deutlich kritischer. Deshalb sollte nach einem Löschfehler möglichst nichts mehr installiert, gespeichert oder auf das betroffene Medium zurückgeschrieben werden.
Das betroffene Gerät sollte nicht weiter eingeschaltet oder geladen werden. Bitte versuchen Sie nicht, Platinen oder Datenträger selbst zu reinigen, zu erhitzen oder aktiv zu trocknen. Entscheidend ist eine kontrollierte Prüfung, bevor Korrosion oder weitere elektrische Schäden den Zugriff erschweren.
Der Zugriff auf Kundendaten wird auf die für Analyse und Wiederherstellung notwendigen Arbeitsschritte beschränkt. Gerettete Daten werden bei der Rückgabe grundsätzlich verschlüsselt bereitgestellt beziehungsweise auf verschlüsselten Datenträgern versendet. Bei besonders sensiblen Fällen können Ablauf und Anforderungen vorab abgestimmt werden.
Ja, sowohl logische als auch elektronische oder physische Schäden können bearbeitet werden. Bei Flash-Speichern hängt die Machbarkeit stark von Controller, NAND-Zustand, interner Datenverteilung und einer möglichen Verschlüsselung ab. Ein Rohdump der Speicherchips ist deshalb nicht automatisch gleichbedeutend mit lesbaren Nutzdaten.
Je nach Modell und Fehlerbild können wir Daten aus defekten Smartphones logisch auslesen, nach Mainboard-Reparaturen wieder zugänglich machen oder bei ausgewählten Geräten gerätespezifische Zugriffsmöglichkeiten prüfen. Moderne Smartphones schützen Nutzerdaten mit hardwaregebundener Verschlüsselung. Deshalb ist der Erhalt des Originalgeräts und seiner sicherheitsrelevanten Komponenten besonders wichtig.
Melden Sie den Fall zuerst über den Analyseauftrag an und wählen Sie die gewünschte Analyseoption. Danach erhalten Sie die für Ihren Fall passende Versandmöglichkeit und Verpackungshinweise. Nach Eingang des Geräts wird der Auftrag eindeutig zugeordnet und die technische Analyse nach der gebuchten Priorität gestartet.
Ja, verschlüsselte Datenträger gehören regelmäßig zu unseren Fällen. Ist ein gültiger Schlüssel oder ein Passwort vorhanden, kann nach der technischen Stabilisierung häufig normal weitergearbeitet werden. Fehlt das Schlüsselmaterial, hängt die weitere Möglichkeit vom Verschlüsselungssystem, dem Originalgerät und den vorhandenen Schutzmechanismen ab.
Ja. Bei zeitkritischen Fällen kann Analyse und Bearbeitung priorisiert und bei Bedarf auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten fortgeführt werden. Express bedeutet eine bevorzugte technische Bearbeitung, nicht die Garantie, dass ein physikalisch beschädigtes Medium innerhalb einer festen Stundenanzahl vollständig ausgelesen werden kann.
In bestimmten Einzelfällen kann ein Zugriff auch ohne vorliegenden Recovery Key möglich sein. BitLocker besitzt keinen allgemeinen Master-Key; die Verschlüsselung ist so ausgelegt, dass der Zugriff an vorhandene Schutzmechanismen und Schlüssel gebunden bleibt. Wenn das Originalgerät vorhanden ist, prüfen wir, ob gerätegebundenes Schlüsselmaterial, der TPM-Zustand oder eine andere systemspezifische Methode einen individuellen Zugriff ermöglicht. Eine Erfolgsgarantie gibt es dafür nicht.
Bei ausgewählten Modellen und Betriebssystemständen kann eine gerätespezifische Entsperrung oder Datenextraktion möglich sein. Aktuelle Smartphones verwenden hardwaregebundene Verschlüsselung und Schutzmechanismen gegen Passcode-Angriffe, daher gibt es keine universelle Lösung. Wir prüfen vorhandene Spezialverfahren und bei geeigneten Fällen auch die Entwicklung eines individuellen Zugriffs. Das Gerät sollte vorher weder zurückgesetzt noch aktualisiert werden.
Ein Reset löscht in vielen Fällen genau die lokalen Informationen und Schlüsselbeziehungen, die für eine individuelle Datenextraktion benötigt werden könnten. Gleiches kann für Neuinstallation, Firmware-Update oder den Austausch sicherheitsrelevanter Originalkomponenten gelten. Für die technische Prüfung ist deshalb der unveränderte Originalzustand besonders wertvoll.
Weitere Informationen finden Sie unter BitLocker-Entschlüsselung und Datenrettung bei Smartphones.