Dieses Glossar erklärt wichtige Fachbegriffe zur Datenrettung für Privatnutzer in Deutschland. Ob Festplatte wird nicht erkannt, USB-Stick defekt, Handy heruntergefallen oder SSD ohne Zugriff – hier finden Sie verständliche Erklärungen zu typischen Fehlerbildern, Speichermedien und Möglichkeiten der professionellen Datenwiederherstellung. So können Sie besser einschätzen, was passiert ist und welche Optionen Sie haben.
| Begriff | Erklärung |
|---|---|
| Analysebericht | Ausführlicher Bericht, den Datenretter oder IT-Forensiker nach einer Untersuchung erstellen. Er fasst verständlich zusammen, was am Datenträger defekt war, welche Schritte unternommen wurden und welche Daten letztlich gerettet werden konnten. |
| AOMEI Backupper | Kostenlose Backup-Software für Windows, mit der Sie Ihr System, einzelne Festplatten oder Ordner regelmäßig sichern können. Ideal, um als Privatnutzer ohne großen Aufwand ein einfaches Sicherungskonzept aufzubauen. |
| AOMEI Partition Assistant | Windows-Programm zur Verwaltung von Partitionen. Sie können damit Festplattenbereiche verkleinern, vergrößern oder zusammenführen, ohne alles neu installieren zu müssen – wichtig, wenn Sie Ihre private Festplatte nachträglich aufteilen möchten. |
| Arbeitsspeicher (RAM) | Kurzzeitspeicher eines Computers, in dem laufende Programme und temporäre Daten liegen. Nach dem Ausschalten ist der Inhalt weg – deshalb können z.B. nicht gespeicherte Dokumente nach einem Absturz verloren sein. |
| ATA / IDE | Älteres Anschlussformat für Festplatten mit breiten, flachen Kabeln. Heute trifft man ATA/IDE hauptsächlich noch in alten PCs an – moderne Rechner nutzen fast immer SATA oder NVMe. |
| Backup (Datensicherung) | Zusätzliche Kopie Ihrer wichtigen Dateien auf einem anderen Datenträger, zum Beispiel einer externen Festplatte oder in der Cloud. Nur ein Backup schützt Sie wirklich, wenn Festplatte, Notebook oder Smartphone plötzlich ausfallen. |
| Bad Sector (Sektorfehler) | Stelle auf der Festplatte, die sich nicht mehr zuverlässig lesen oder beschreiben lässt. Häufen sich solche Sektoren, wird die Platte langsam, macht Fehler – und der Datenverlust rückt näher. |
| Beweissicherung | Forensische Sicherung digitaler Spuren, etwa bei Verdacht auf Betrug, Cybermobbing oder Stalking. Datenträger werden so ausgelesen, dass die Beweise später vor Gericht oder bei Polizei und Anwälten Bestand haben. |
| BleachBit | Kostenloses Programm, mit dem sich Datenmüll wie temporäre Dateien, Browser-Cache oder Verlaufseinträge löschen lassen. Das schafft Platz und erhöht die Privatsphäre – sollte aber mit Bedacht eingesetzt werden. |
| Bootsektor | Der allererste Bereich auf einem Datenträger, aus dem der PC beim Start wichtige Informationen lädt. Ist der Bootsektor beschädigt, kann Windows oft gar nicht mehr hochfahren. |
| Byte-Ebene | Allerniedrigste Datenebene, auf der Spezialisten einzelne Byte-Folgen direkt im Rohspeicher auswerten. So lassen sich selbst kleinste Reste von Dateien oder Spuren von Manipulationen noch finden. |
| Clonezilla | Kostenloses Live-System, mit dem Sie komplette Festplatten sektorweise klonen können. Praktisch, wenn Sie Ihre vorhandene Windows-Installation auf eine neue, größere oder schnellere Platte übertragen möchten. |
| CompactFlash-Karte | Älterer Speicherkartentyp, der häufig in professionellen Kameras verwendet wurde. Auch hier gilt: Bei Defekten nichts ausprobieren, sondern Karte sicher aufbewahren und im Zweifel einen Datenretter fragen. |
| Controller-Platine (PCB) | Elektronikplatine auf der Unterseite einer Festplatte oder in einer SSD. Fällt sie durch Überspannung oder Kurzschluss aus, wird das Laufwerk oft gar nicht mehr erkannt – obwohl die eigentlichen Daten noch auf den Speicherplatten liegen. |
| CrystalDiskInfo | Kleines Überwachungsprogramm, das den „Gesundheitszustand“ Ihrer Festplatte oder SSD anhand der S.M.A.R.T.-Werte anzeigt. Frühwarnsystem für Privatanwender, um bei Problemen rechtzeitig ein Backup zu machen. |
| Dateisystem | „Ordnungssystem“ auf einem Datenträger, das festlegt, wie Dateien und Ordner gespeichert werden. Bekannte Dateisysteme sind z.B. NTFS, FAT32 oder exFAT – Fehler hier können dazu führen, dass eine ganze Festplatte plötzlich unlesbar wirkt. |
| Datenintegrität | Bedeutet, dass Daten unverändert und fehlerfrei vorliegen. Wird die Integrität verletzt – etwa durch Bitfehler, Viren oder defekte Sektoren – können Fotos, Dokumente oder Videos unlesbar oder beschädigt sein. |
| Datenträger-Imaging | Erstellen eines kompletten Abbilds einer Festplatte oder Speicherkarte, Sektor für Sektor. Profis nutzen ein Image, um von der Kopie zu arbeiten und den angeschlagenen Original-Datenträger nicht weiter zu belasten. |
| Defraggler | Kostenloses Defragmentierungs-Tool für klassische Festplatten. Es ordnet verstreute Dateistücke wieder zusammen, damit der Zugriff schneller wird. Für SSDs ist Defragmentierung nicht geeignet und auch nicht nötig. |
| DMDE (DM Disk Editor and Data Recovery) | Sehr mächtiges Datenrettungsprogramm mit Hex-Editor. Eher für erfahrene Nutzer geeignet, die auf niedriger Ebene Partitionen, Dateisysteme und einzelne Sektoren untersuchen und reparieren möchten. |
| Duplicati | Open-Source-Backupsoftware für Windows, macOS und Linux. Damit lassen sich verschlüsselte, automatische Sicherungen auf eine externe Festplatte, ein NAS oder verschiedene Cloud-Dienste einrichten. |
| EaseUS Data Recovery Wizard | Kommerzielle Software zur Wiederherstellung gelöschter oder verlorener Dateien. Für einfache Fälle auf privaten PCs oft ausreichend – bei schwereren Schäden (z.B. Klackern der Festplatte) sollte man lieber auf professionelle Hilfe setzen. |
| EaseUS Partition Master | Windows-Tool, mit dem sich die Aufteilung einer Festplatte nachträglich verändern lässt. Vorsicht: Falsche Einstellungen können zum Verlust von Partitionen führen – vorher unbedingt ein Backup anlegen. |
| Elektronikschaden | Schaden an den elektronischen Bauteilen eines Datenträgers, zum Beispiel nach einem Blitzschlag oder einem defekten Netzteil. Häufig wird das Laufwerk dann gar nicht mehr erkannt oder bleibt vollständig „tot“. |
| Eraser | Programm zum sicheren Löschen von Dateien unter Windows. Es überschreibt die betroffenen Bereiche mehrfach, sodass Datenrettungssoftware dort später nichts Brauchbares mehr findet – sinnvoll für wirklich vertrauliche private Daten. |
| ext4 | Modernes Linux-Dateisystem, das z.B. auf vielen NAS-Geräten oder Linux-Rechnern nutzt wird. Fällt ein ext4-Datenträger aus, sind zur Rettung oft spezielle Tools und tiefere Linux-Kenntnisse erforderlich. |
| FAT32 | Ein älteres, sehr verbreitetes Dateisystem, das auf vielen USB-Sticks und Speicherkarten läuft. Der große Nachteil für Nutzer: Einzelne Dateien können maximal 4 GB groß sein – große Videos müssen daher anders formatiert werden (z.B. exFAT). |
| Firmware-Fehler | Fehler in der internen Steuerungssoftware einer Festplatte, SSD oder eines Controllers. Für den Laien sieht das oft wie ein „plötzlicher Tod“ des Datenträgers aus, obwohl die Hardware äußerlich in Ordnung wirkt. |
| Formatierung | Vorgang, bei dem ein Datenträger für die Nutzung vorbereitet wird. Bei einer Formatierung werden die Inhaltsverzeichnisse neu angelegt – für den Nutzer wirkt die Platte dann leer, obwohl viele Daten zunächst noch im Hintergrund vorhanden sind. |
| Fragmentierung | Zerlegung von Dateien in viele kleine Teile, die auf der Festplatte verstreut liegen. Je stärker die Fragmentierung bei einer HDD, desto langsamer fühlt sich das System an – insbesondere beim Öffnen großer Dateien. |
| GParted | Kostenloses Partitionierungs-Tool, das meist von einem Live-System gestartet wird. Damit lassen sich Festplatten neu aufteilen oder Partitionen verschieben – ein Werkzeug für Nutzer, die wissen, was sie tun. |
| GPT (GUID Partition Table) | Moderner Standard für Partitionstabellen, der große Festplatten und viele Partitionen unterstützt. GPT wird von aktuellen PCs und Notebooks bevorzugt verwendet und löst den alten MBR mehr und mehr ab. |
| GSmartControl | Diagnosetool, das S.M.A.R.T.-Werte grafisch darstellt und Festplattentests startet. Für Privatanwender eine gute Möglichkeit, fragliche Laufwerke genauer zu überprüfen. |
| Hackerangriff | Angriff auf Computer oder Online-Konten durch Dritte. Für Privatnutzer kann das zum Diebstahl von Fotos, Dokumenten oder Zugangsdaten führen – oft in Kombination mit Viren oder Ransomware. |
| Hard Disk Sentinel | Überwachungsprogramm, das Festplatten und SSDs dauerhaft beobachtet, Temperaturen protokolliert und bei ersten Anzeichen von Problemen warnt. Hilfreich, um ältere Laufwerke im Blick zu behalten. |
| Hardware-RAID | RAID-Lösung mit eigenem Hardware-Controller, wie man sie eher aus Servern kennt. Im privaten Bereich findet man Hardware-RAID vor allem in leistungsfähigen NAS-Systemen. |
| HD Tune | Tool für Windows, das Festplatten benchmarkt, nach fehlerhaften Sektoren sucht und grundlegende S.M.A.R.T.-Infos anzeigt. Eignet sich als erste Einschätzung bei Verdacht auf eine kranke Platte. |
| HDD (Hard Disk Drive) - Festplatte | Klassische magnetische Festplatte mit rotierenden Scheiben. Sie bietet viel Speicherplatz zu relativ geringen Kosten, ist aber empfindlicher gegenüber Stößen und mechanischen Defekten als eine SSD. |
| Headcrash | Schwerer Schaden in einer Festplatte, bei dem der Lesekopf die rotierende Platte berührt und Kratzer verursacht. Meist sind die betroffenen Bereiche anschließend unwiederbringlich verloren und die Platte sollte nicht mehr eingeschaltet werden. |
| IT-Forensik | Digitale Spurensuche auf Computern, Smartphones oder Datenträgern. Sie kommt zum Einsatz, wenn z.B. Beweise für Betrug, Missbrauch oder Cyberangriffe benötigt werden. |
| JBOD (Just a Bunch Of Disks) | Konfiguration, bei der mehrere Festplatten einfach „aneinandergereiht“ werden, ohne klassische RAID-Funktionen. Es gibt keine Redundanz – fällt eine Platte aus, sind die darauf gespeicherten Daten weg. |
| Lagerschaden | Defekt im Lager des Festplattenmotors. Typisch sind schleifende oder mahlende Geräusche und Schwierigkeiten beim Hochdrehen. In diesem Zustand sollte die Platte nicht weiter in Betrieb genommen werden. |
| Lesekopf (Read/Write Head) | Winziger Kopf in der Festplatte, der knapp über der Oberfläche schwebt und Daten liest bzw. schreibt. Wird er beschädigt oder verbiegt sich, kommt es häufig zu Kratzern und massiven Datenverlusten. |
| Live-Analyse | Forensische Untersuchung, während der Rechner noch läuft. So können z.B. geöffnete Dateien, laufende Prozesse oder Inhalte des Arbeitsspeichers gesichert werden, die nach dem Ausschalten verloren wären. |
| Macrium Reflect | Backup- und Imaging-Software, mit der sich ganze Systeme, Festplatten oder einzelne Partitionen sichern lassen. Eine kostenlose Version reicht für viele private Sicherungszwecke bereits aus. |
| Magnetscheibe (Platter) | Runde Scheibe im Inneren einer Festplatte, auf der die Daten magnetisch gespeichert werden. Kratzspuren, Abrieb oder Korrosion auf dieser Oberfläche führen zu massivem Datenverlust. |
| MBR (Master Boot Record) | Altes Partitionierungsformat und zugleich erster Sektor eines Laufwerks. Enthält Bootcode und die grundlegende Aufteilung der Festplatte. Ist der MBR beschädigt, wirkt die Platte oft „leer“ oder nicht initialisiert. |
| MiniTool Partition Wizard | Programm zur Partitionierung von Festplatten unter Windows. Es erleichtert das Erstellen, Anpassen und teilweise Wiederherstellen von Partitionen – erfordert aber immer ein aktuelles Backup im Hintergrund. |
| NAS (Network Attached Storage) | Kleiner Netzwerkspeicherserver, der im Heimnetz Daten für mehrere Geräte bereitstellt. Viele Familien nutzen ein NAS als zentrale Stelle für Fotos, Filme und Backups – entsprechend kritisch ist ein Ausfall. |
| NTFS (New Technology File System) | Standard-Dateisystem aktueller Windows-Versionen. Es unterstützt große Dateien, Vergabe von Rechten und eine Art Protokollierung, um nach Abstürzen schneller wieder in einen konsistenten Zustand zu kommen. |
| Parität (Parity) | Zusätzliche Prüfinformation in bestimmten RAID-Systemen, mit der fehlende Daten einer ausgefallenen Festplatte rekonstruiert werden können. Für Privatnutzer spielt Parität vor allem bei NAS-RAIDs eine Rolle. |
| Partition | Abgetrennter Bereich auf einer Festplatte, den Windows als eigenes Laufwerk (z.B. C:, D:) anzeigt. So lassen sich System und persönliche Daten trennen – oder mehrere Betriebssysteme auf einer Platte betreiben. |
| Partitionstabelle | Struktur am Anfang eines Datenträgers, in der festgelegt ist, welche Partitionen es gibt und wie groß sie sind. Geht sie kaputt, erscheinen Laufwerke oft „unzugeordnet“, obwohl die Daten physisch noch vorhanden sind. |
| PC Inspector File Recovery | Kostenloses Programm, das gelöschte Dateien oder verlorene Partitionen auf FAT- und NTFS-Systemen wiederfinden kann. Die Oberfläche ist etwas altmodisch, funktioniert aber für leichtere Fälle ganz ordentlich. |
| PCMCIA (PC Card) | Ältere Steckkarten-Schnittstelle für Notebooks, über die früher Modems, Netzwerkkarten oder Speicherlösungen eingebunden wurden. Heute praktisch komplett von USB und anderen Standards abgelöst. |
| Penetrationstest | Geplanter Sicherheitstest, bei dem Spezialisten kontrolliert versuchen, IT-Systeme anzugreifen. Für Privatnutzer eher selten, bei größeren Heimnetzwerken mit vielen Geräten aber durchaus ein Thema. |
| Phishing | Betrugsversuch per Mail, SMS oder Fake-Webseite, bei dem Passwörter, Bankdaten oder andere vertrauliche Informationen abgegriffen werden sollen. Häufiger Einstiegspunkt für Kontoübernahmen und Ransomware. |
| PhotoRec | Kostenloses Tool, das gelöschte Fotos, Videos und viele andere Dateien anhand typischer Dateisignaturen wiederherstellt – selbst dann, wenn das Dateisystem beschädigt ist. Beliebt zur Rettung von Speicherkarten. |
| Puran File Recovery | Kostenloses Windows-Programm zur Wiederherstellung gelöschter Dateien. Es bietet einfache Schnellscans und gründliche Tiefenscans und eignet sich besonders für Privatanwender mit Standard-Datenverlusten. |
| RAID (Redundant Array of Independent Disks) | Verbund mehrerer Festplatten zu einem logischen Laufwerk. Je nach RAID-Level lassen sich Ausfallsicherheit und Geschwindigkeit erhöhen – die Technik steckt z.B. in vielen NAS-Geräten für den Heimgebrauch. |
| RAID 0 | RAID-Variante ohne Sicherheit: Daten werden zur Geschwindigkeitssteigerung auf mehrere Festplatten verteilt. Fällt eine Platte aus, sind alle Daten des Verbunds verloren – für wichtige private Daten daher nicht zu empfehlen. |
| RAID 1 | Spiegelung auf mindestens zwei Festplatten. Alle Daten liegen doppelt vor – fällt eine Platte aus, sind sie auf der anderen noch vorhanden. Viele Heim-NAS arbeiten in dieser Konfiguration. |
| RAID 10 (RAID 1+0) | Kombination aus RAID 1 und RAID 0: Daten werden gespiegelt und zusätzlich gestreift. Für Privatanwender eher selten, in kleinen Studios oder ambitionierten Heim-Setups mit vielen Platten aber durchaus zu finden. |
| RAID 5 | RAID-Level mit mindestens drei Festplatten und verteilter Parität. Es erlaubt den Ausfall einer Platte, ohne dass Daten verloren gehen – wird in vielen NAS-Systemen für mehr Speicherplatz und Sicherheit eingesetzt. |
| RAID 6 | Erweiterung von RAID 5 mit doppelter Parität. Hier dürfen zwei Platten gleichzeitig ausfallen, ohne Datenverlust. Für private Anwendungen eher in größeren NAS- oder Semi-Pro-Umgebungen interessant. |
| RAID-Controller | Spezialisierte Elektronik, die die Arbeit eines RAID-Verbunds steuert. In vielen Heim-NAS ist ein RAID-Controller integriert, ohne dass der Nutzer ihn bewusst wahrnimmt. Ein Defekt kann das gesamte Array lahmlegen. |
| Ransomware | Erpressungstrojaner, der Dateien verschlüsselt und nur gegen Lösegeld wieder freigeben will. Häufig reichen ein Klick auf einen infizierten Anhang oder eine Lücke im System – ohne Backup können persönliche Daten dann schnell verloren sein. |
| Rebuild | Wiederaufbau eines RAID-Verbunds, nachdem eine defekte Festplatte ersetzt wurde. Die fehlenden Daten werden anhand der vorhandenen Platten und Paritätsinformationen neu berechnet – ein Vorgang, der bei angeschlagenen Arrays riskant sein kann. |
| Recuva | Beliebtes, leicht bedienbares Datenrettungstool für Windows, das gelöschte Dateien auf Festplatten und USB-Sticks wiederfinden kann. Für einfache Heimanwender-Fälle gut geeignet – bei Hardwaredefekten aber überfordert. |
| Redundanz | Mehrfaches Vorhandensein derselben Daten, etwa durch Spiegelung oder Parität in einem RAID. Redundanz ist kein Ersatz für ein Backup, erhöht aber die Verfügbarkeit bei Laufwerksdefekten. |
| Reinraum | Labor mit stark gefilterter Luft, in dem Festplatten gefahrlos geöffnet werden können. Nur in einem Reinraum lassen sich z.B. defekte Leseköpfe oder Magnetscheiben tauschen, ohne zusätzlichen Staubschaden zu verursachen. |
| R-Studio | Professionelles Datenrettungstool, das auch komplexe Fälle und RAID-Verbünde unterstützt. Für den typischen Heimanwender eher zu umfangreich, in erfahrenen Händen aber sehr leistungsfähig. |
| S.M.A.R.T. (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology) | Selbstüberwachungstechnik moderner Festplatten und SSDs. Sie zeichnet Werte wie Temperatur, Start-Stopp-Zyklen oder fehlerhafte Sektoren auf und erlaubt Prognosen zum Zustand eines Laufwerks. |
| SAS (Serial Attached SCSI) | Schnelle, serielle Schnittstelle für Server-Festplatten, die man im privaten Umfeld eher selten sieht. Sie ist vor allem in Rechenzentren und professionellen Storage-Systemen verbreitet. |
| SATA (Serial ATA) | Heutzutage üblichste Anschlussart für interne Festplatten und viele SSDs in Desktop-PCs und Notebooks. SATA hat die ältere parallele ATA/IDE-Schnittstelle fast vollständig abgelöst. |
| SD-Karte (Secure Digital) | Kleine Speicherkarte, wie sie in Kameras, Handys oder Drohnen eingesetzt wird. Häufige Fehlerquellen sind plötzliches Abziehen, Formatieren in der Kamera oder physische Schäden durch Knicken und Wasser. |
| Server | Rechner, der anderen Geräten im Netzwerk Dienste oder Speicherplatz zur Verfügung stellt. Auch ein Heim-NAS oder ein kleiner Homeserver ist streng genommen ein Server – fällt er aus, betrifft das meist die ganze Familie. |
| Software-RAID | RAID-Verbund, der nicht über eine eigene Hardware, sondern über das Betriebssystem oder eine Software gelöst wird. Für den Heimbereich oft ausreichend, solange man sich der Grenzen bewusst ist. |
| Spiegelung (Mirroring) | Gleichzeitiges Schreiben identischer Daten auf zwei oder mehr Festplatten. So überlebt der Datenbestand den Ausfall einer Platte – häufig in Privathaushalten über RAID 1 auf einem NAS realisiert. |
| Spindelmotor | Motor in der Festplatte, der die Magnetscheiben auf Drehzahl bringt. Wenn er nicht mehr anlaufen kann oder klemmt, dreht die Platte nicht mehr hoch und bleibt für den Nutzer „unsichtbar“. |
| SSD (Solid State Drive) | Speicherlaufwerk ohne bewegliche Teile, das auf Flash-Speicher basiert. Es ist deutlich schneller als eine klassische Festplatte, verhält sich aber bei Defekten oft „sprunghafter“ – die Rettung erfordert spezialisiertes Know-how. |
| Stromausfall | Plötzliche Unterbrechung der Stromversorgung. Wenn dabei gerade auf eine Festplatte geschrieben wird, können Dateisysteme beschädigt oder Dateien unvollständig auf dem Datenträger landen. |
| TestDisk | Open-Source-Tool, mit dem sich verlorene Partitionen und beschädigte Bootsektoren reparieren lassen. Für erfahrenere Anwender ein starkes Werkzeug – der Umgang erfordert aber Sorgfalt. |
| Überhitzung | Zu hohe Temperaturen im PC, Notebook oder NAS. Dauerhafte Hitze schadet Elektronik und Lagern von Festplatten und kann zu plötzlichen Ausfällen oder verkürzter Lebensdauer führen. |
| Überspannung | Starke Spannungsspitzen im Stromnetz, etwa bei Gewittern oder defekten Netzteilen. Sie können Festplatten, SSDs oder gleich ganze Rechner auf einen Schlag zerstören – Überspannungsschutz und Mehrfachsteckdosen mit Filter helfen vorbeugend. |
| USB-Stick | Kleiner Speicher mit USB-Stecker, der für den schnellen Datentransport genutzt wird. Besonders heikel sind plötzliches Abziehen ohne „Sicher entfernen“ und Billig-Modelle mit schwacher Elektronik. |
| USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) | Notstromgerät mit Akku, das bei Stromausfall kurzzeitig einspringt. Im privaten Umfeld schützt eine USV z.B. NAS-Systeme, Router und PCs vor abruptem Abschalten und möglichen Schäden an den Datenträgern. |
| VeraCrypt | Kostenlose Verschlüsselungssoftware, mit der Sie komplette Festplatten, Partitionen oder Containerdateien schützen können. Wichtigster Punkt: Passwörter und Wiederherstellungsschlüssel müssen sicher aufbewahrt werden – sonst bleiben auch Sie selbst ausgesperrt. |
| Verschleiß | Langsame Abnutzung von Festplatten oder SSDs durch jahrelangen Betrieb. Sie zeigt sich in steigenden Fehlerraten, S.M.A.R.T.-Warnungen oder lauter werdenden Laufwerken – ein klares Signal, rechtzeitig zu sichern und zu tauschen. |
| Versehentliches Löschen | Unabsichtliches Entfernen von Dateien, Ordnern oder ganzen Laufwerken – etwa durch einen falschen Klick oder eine vorschnelle Formatierung. Solange der Bereich nicht neu beschrieben wurde, sind Rettungschancen oft gut. |
| Virus (Computervirus) | Schadprogramm, das sich verbreitet, Daten zerstört oder weitere Malware nachlädt. Ein aktuelles Backup und ein zuverlässiger Virenschutz sind der beste Schutz vor dauerhaftem Datenverlust. |
| Wasserschaden | Schäden durch Wasser, zum Beispiel nach einem umgekippten Getränk, einer Überschwemmung oder Löschwasser. Nasse Datenträger sollten nicht eingeschaltet, sondern möglichst schnell professionell gereinigt und behandelt werden. |
| Wise Data Recovery | Kostenloses Programm für Windows, das gelöschte Dateien auf Festplatten und Wechseldatenträgern aufspürt. Für schnelle „Ich-hab-den-Papierkorb geleert“-Fälle ganz hilfreich, ersetzt aber keine professionelle Datenrettung bei Hardwaredefekten. |
| Wise Disk Cleaner | Freeware zur Bereinigung von unnötigen Dateien, temporären Daten und Browser-Spuren. Macht Festplatten wieder etwas „luftiger“, sollte aber nicht als Reparaturwerkzeug bei drohendem Datenverlust verstanden werden. |
| Zeitleiste (Timeline) | Zeitliche Aufreihung von Ereignissen auf einem System, etwa Dateizugriffe, Installationen oder Anmeldungen. In der Forensik hilft eine Zeitleiste, den Ablauf eines Vorfalls Schritt für Schritt nachzuvollziehen. |